Jonas ist mein Kind

Veröffentlicht am 3. Oktober 2025 um 17:50

Jonas ist mein Kind.

Er kam auf meinen Wunsch hin auf die Welt.

Meine Verantwortung.

Meine Ideen für ihn und meine Träume für sein Leben begleiten ihn.

Meine Erwartungen und eigenen Erfahrungen legen sich bewusst oder unbewusst auf sein Handeln.

Meine Entscheidungen für ihn prägen sein Leben – vor allem in den ersten Jahren.

Meine Demut und meine Machtausübung werden darüber entscheiden, ob wir zusammen wachsen oder uns entzweien.

 

Jonas ist mein Kind. Und er ist nicht meins. Er gehört mir nicht.

Ja, er ist abhängig von mir, als Baby, als Kleinkind und gewinnt mit jedem Tag mehr Autonomie.

Ja, ich bin für sein Überleben unerlässlich, aus Nähe und Bindung reift er heran.

Ja, wir sind gerade im ersten Jahr so miteinander verschmolzen, aufeinander eingestellt durch das Stillen.

 

Jonas ist mein Kind. Und er ist nicht mein Besitz.

Er besitzt jedoch meine Liebe, Fürsorge, Vertrauen, Treue und meinen Schutz.

Er besitzt eine ganze Welt, die nur er erschaffen kann; ein ganzes Leben, dass nur er leben kann.

Jonas gehört mir nicht. Jonas gehört zu mir, zu uns.

Und ich hoffe, das Wissen um diese bedingungslose Zugehörigkeit, die ihn ein Leben lang als „mein Kind“ begleiten wird, gibt ihm die Sicherheit, Neugier und den Mut, Jonas zu sein.

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