Mama, ich schenke dir einen Pups

An einem unserer letzten Besuche in der Pizzeria unseres Vertrauens in Hannover, Jonas war frisch geschlüpft und wir holten uns vorbestellte Pizzen ab, kam die Frau des Besitzers auf uns zu und meinte nur: „Ach Kinder sind so etwas tolles. Mutter sein ist das Beste. Und was sie einem nachher für Geschenke machen!“ Ich war damals schon irritiert.

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Moin

Meeresluft, Sonnenstrahlen, Freibadtage, Sonnenbrillen, Sonnenschutz und ganz viel Eis. Und sieben Wochen lang ein Baby und Kleinkind zu Hause. "Ach, das ist doch schön, dass ihr den ganzen Sommer zusammen habt, nicht?" Ja, voll schön und voll anstrengend. Denn ein Dreijähriger möchte am liebsten die ganze Zeit spielen - aber nicht alleine! Und ein (mittlerweile) sieben Monate altes Baby möchte auf den Arm, nee doch runter, dabeisein, schlafen, an die Brust,... 

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Postpartum..auch und noch immer nach sechs Monaten

Sie ist schon lange kein Neugeborenes mehr und wird bald anfangen sich fortzubewegen, entweder robbend oder krabbelnd. Sie isst schon seit fast zwei Monaten Brei und braucht tagsüber und auch nachts trotzdem noch die gute alte Brust. Sie sagt schon „Mama“. Ganz eindeutig! Meistens wenn sie unzufrieden ist und will, dass ich sie hochnehme. Sie hat schon drei Kleidergrößen durch und wir erinnern uns immer gerne, wenn sie Stücke anzieht, die auch Jonas getragen hat.

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Monotone Vielfalt

Ich bin leer und dumpf. Die Hitze der letzten und kommenden Tage trägt einen großen Teil dazu bei. Und der Schlafmangel. Dieser elende Schlafmangel.

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Sternenkinder

Ich poste es unter „Aus dem Alltag“. Nur dass es nicht in unserem Alltag ist. Oder doch. Nur still und leise. Hinter versteinerter Miene oder roten Augen, die ein Überbleibsel der Tränen sind, die geflossen sind. Denn irgendwann fließen keine Tränen mehr. Irgendwann sind da keine mehr. Und das Loch in der Brust schmerzt aber nach wie vor und es heilt wohl nie ganz. Denn wenn ein Leben, ein so frühes Leben, genommen wird, dann gibt es keine Erklärung, kein warum. Dann ist da einfach Schmerz und Trauer. Das habe ich mir sagen lassen.

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Ich sage schlimme Dinge

Ich sage schlimme Dinge, wenn ich nachts von meinem Kind geweckt und wachgehalten werde. „Das ist doch zum Kotzen.“ „Mama muss wegen dir aufstehen.“ „Dann musst du eben alleine oder mit Papa schlafen.“

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Diese Tage

Das sind die Tage, an die sie sich nicht mehr erinnern werden. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sie auch für mich verblassen werden.

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Nachts um halb drei

Alle schlafen. Alle? Nein, in einem Schlafzimmer regt sich Leben. Stunden vor der Aufstehzeit. Und es ist nicht das Baby. Also das ist auch zwischendurch mal wach; eher halbwach. Sie trinkt kurz und rammelt sich dann an meiner Seite oder auf meinem Bauch wieder in den Schlaf. Mein Dreineinhalb-Jähriger hingegen ist wach, hellwach. Mal wieder. Wie damals als er fast ein dreiviertel Jahr jede Nacht zwei Stunden wach war. Einfach so. Weil er es konnte. Und er kann es immer noch.

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Postpartum

Ich sitze abends im Bett, Jonas kränkelnd neben mir und seine kleine Schwester auf meinem Schoß, und lasse die Tränen im halbdunklen Zimmer laufen. Wir sitzen hier schon über eine Stunde, Einschlafbegleitung in guten wie in schlechten Zeiten. Jonas hat Mittagsschlaf gemacht, das Fieber macht müde. Nun ist das Fieber fast weg und „jemand“ spielt flüsternd mit seinen Händen und dreht sich hin und her. Auf dem Bett liegt die Trage, aus der unsere kleine Maus dann doch raus wollte. Nun wird sie alle zehn Minuten halb wach und ist nicht so ganz zufrieden. (Zu ihrer Verteidigung – sie wurde auch schon mit Muttermilch druckbetankt und vollgespritzt.)

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Der Umzug

Ich sitze im Bett, besser gesagt auf der Matratze auf dem Boden im Schlafzimmer – das Bett ist schon abgebaut -, und halte Jonas im Arm. Er hustet. Im Halbschlaf verlangt er nach Wasser, versucht weiterzuschlafen. Der Hustenanfall ist noch nicht vorüber. Es ist 23:30 Uhr.

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Mein kurzer Ausflug auf Insta

Ich bin die Mutter von Jonas und momentan im siebten Monat schwanger mit unserer kleinen Maus. Und ich bin nicht berufstätig. Ich war berufstätig. Vor Jonas Geburt. Meine letzte Stelle war eine befristete Elternzeitvertretung. Und ganz ehrlich – ich war so froh, dass ich mir nicht Gedanken machen musste, ob ich nach einem Jahr wieder zur Arbeit gehe, weil die Kollegen vielleicht warten. Außerdem war es eine Sache weniger, um die wir uns Gedanken machen mussten im Rahmen des Umzugs nach Göttingen. Es war einfach klar, dass ich mir dann zu gegebener Zeit eine neue Stelle hier in Göttingen suchen werde. Zu gegebener Zeit. Einfach eine neue Stelle. Naja.

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