Ich habe es (nicht) geschafft

„Ich habe es nicht geschafft, einkaufen zu gehen. Dabei ist es doch kein großer Umweg. Ich konnte nur ganz langsam gehen, weil mein Rücken so weh tat und alles so nach unten gedrückt hat.“ Es ist kurz nach halb 10 Uhr, ich sitze auf der Bank im Flur, noch halb angezogen, gegen Michas Bauch gelehnt und weine.

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Der frühe Vogel

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Ja, das CTG hat ein paar Wehen aufgezeichnet. Aber das kenne ich schon aus den letzten Wochen. Sie sind nicht schmerzhaft. Eben Übungswehen. Die Gebärmutter probt und ich merke es normalerweise abends. Vor allem wenn ich den Tag über meinen Körper zu sehr beansprucht habe.

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Und wieder grüßt das Murmeltier

Es passiert wieder häufiger. Ich finde mich in Situationen wieder, in denen ich „alle anderen“ verfluche, weil ich mich ja „doch nur auf mich verlassen kann“ und mich gleichzeitig allein gelassen, nicht gesehen und klein fühle.

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Neulich im Café

Ich war mal genauso wie sie. Überzeugt davon, dass meine Aufsätze, meine Arbeit und Ideen wichtig sind. Dass ich am Puls der Zeit bin; etwas bewegen kann. Dass es wichtig ist. Dass ich und mein Beitrag wichtig sind. Das Gefühl, die Welt steht mir offen und ich habe die Möglichkeit mitzugestalten. Auf ganz großer Bühne. Andere, neue Wege als meine Eltern gehen. Das beschauliche Göttingen hinter mir lassen und doch als Anlaufpunkt zu haben.

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Verantwortung

Die Anspannung fiel ab am Tag als wir wieder nach Hause kamen. Jonas war bei Oma und Opa und spielte schon freudig mit seinem Cousin. Ich packte die Kliniktasche aus und es kamen die Tränen. Auf einmal schüttelte es mich und ich ließ sie einfach laufen.

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Eltern sein

Mama sein, Eltern sein, ist wunderschön und manchmal unendlich schwer. Es ist eine Achterbahn der Gefühle. Tagtäglich. Und dieses Gefühl von bitter-sweet begleitet dich die ganze Zeit. Eltern sein bedeutet loslassen.

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Der Kern

Ich erfahre Trennung in Bindung. Ich erfahre die größte Angst vor Trennung in der engsten Bindung.

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Geburt

[Anmerkung: Es ist schwer über das Thema Geburt zu schreiben, ohne andere Mütter, vor allem werdende Mütter, zu verschrecken. Es heißt, man soll sich mit positiven Geburtsberichten umgeben. Das habe ich damals auch getan. Dies ist keiner. Es ist mein Geburtsbericht und ich will ihn gar nicht bewerten. Er beinhaltet allerdings Schmerz und Hilflosigkeit.]

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Dear Jonas

[Diesen Brief habe ich an meinen sechs Monate alten Sohn geschrieben. Manche Dinge sind so schmerzhaft, dass es für mich leichter ist, sie in Englisch zu verfassen - als wenn die Sprache noch eine Barriere zu den aufwühlenden Gefühlen birgt. Und doch, wo ich es jetzt noch einmal durchlese, kommen mir die Tränen.]

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Für alle, die daneben stehen

Eine Freundin fragt mich: „Lisa, was hätte ich denn tun können? Du hast geteilt, dass es dir schlecht ging, aber ich glaube, ich habe nicht um das Ausmaß gewusst. Was hätte dir geholfen?“

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Mama werden in depressing times

Es kam schleichend. Wie alle Frauen hatte ich meine Heultage. Sie fingen  am letzten Tag in der Klinik an und wurden begleitet vom Milcheinschuss. Die Anstrengungen der Geburt, der Schlafmangel während der Einleitung und der Tage in der Klinik und natürlich auch während der ersten Wochen zu Hause kamen hinzu. Soweit nichts Besonderes.

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