Babykurse (Pekip, Delfi, Babyschwimmen, Babymassage,…).
Während meiner Schwangerschaft habe ich mich gut vorbereitet. Ich habe Bücher gelesen, Podcast gehört, um mich auf die Geburt und das Wochenbett vorzubereiten. Nach der Geburt kam die postnatale Depression. Und der Winter. (Jonas kam Ende September zur Welt.) Als mein Mann nach seiner Elternzeit wieder zur Arbeit ging, fühlte ich mich oft alleine. Austausch mit anderen Müttern – ja klar, einfacher gesagt als getan. Denn ich hörte auf einmal von Pekip oder Delfi. Als wenn es das selbstverständlichste wäre. „Du machst bestimmt so einen Kurs“, sagte eine Freundin von mir, selbst Mutter. Aber ich hatte bis dato nichts davon gewusst. Bei der Rückbildungsgymnastik habe ich von Müttern gehört, die zum Babyschwimmen gehen. Das hätte ich nicht gekonnt. Durch die Depression ist alles schwer. Alles kostet so viel mehr Energie. Und dann ein Besuch im Schwimmbad? Mit meinem Baby? Dass dann vielleicht alles zusammenschreit? Das schaffe ich nicht. Auch wenn es für Pekip zu spät war – die Kurse beginnen mit sechs Wochen, konnte ich einen Delfi-Kurs ganz in meiner Nähe finden. Dort sind wir dann mit sechs Monaten hingegangen. Es tat gut und ich hätte so etwas schon früher gebraucht. Einen geschützten Raum, in dem die Babys sein dürfen, wie sie sind – ob schreien, schlafen oder spielen – und die Eltern sich über ihre Herausforderungen austauschen können.
Ich bin froh, dass ich den Mut gefunden habe, mich dort anzumelden und hinzugehen. Auch wenn ein Teil von mir unheimliche Angst vor den „Super-Mums“ und „Super-Dads“ hatte, die doch scheinbar alles so einfach hinbekommen und alles kein Problem ist. Dem gegenüber fühlte ich mich unfähig, klein und schämte mich. In der Delfi-Gruppe und einer späteren Eltern-Kind-Gruppe habe ich glücklicherweise Eltern getroffen, die auch offen über ihre Ängste, Sorgen und Grenzen gesprochen haben. Ich kann so einen Babykurs oder eine Gruppe nur empfehlen. Nicht weil es die Kinder unbedingt brauchen, sondern die Mamas. Hätte ich daran früher gedacht, vor der Geburt, hätte es mir sehr geholfen. Denn gerade wenn man schon in einem Zustand der Überforderung und Erschöpfung ist, fällt einem jedes Organisieren schwer.
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