Moin

Veröffentlicht am 28. August 2026 um 08:57

Meeresluft, Sonnenstrahlen, Freibadtage, Sonnenbrillen, Sonnenschutz und ganz viel Eis. Und sieben Wochen lang ein Baby und Kleinkind zu Hause. "Ach, das ist doch schön, dass ihr den ganzen Sommer zusammen habt, nicht?" Ja, voll schön und voll anstrengend. Denn ein Dreijähriger möchte am liebsten die ganze Zeit spielen - aber nicht alleine! Und ein (mittlerweile) sieben Monate altes Baby möchte auf den Arm, nee doch runter, dabeisein, schlafen, an die Brust,... 

Die zwei Wochen, die Micha Urlaub hatte, taten gut und wir haben den Sommerurlaub genossen. (Natürlich mit krankem Baby an den ersten Tagen an der Nordsee.) Davor und danach war es anstrengend, einen Alltag mit zwei - naja eigentlich drei, aber ich komme ja irgendwie immer zum Schluss - Bedürfnissen zu strukturieren, nebenher noch den Haushalt zu machen und dann noch all die Dinge zu tun, die man nur im Sommer machen kann. Obwohl Jonas happy place mit Legokiste im Wintergarten ist. Ich bin froh, wenn ich es schaffe, das Badezimmer ein Mal in der Woche, oder auch nur alle zwei Wochen..., zu putzen. Und nur damit keine Missverständnisse entstehen: Mit "putzen" meine ich, Badezimmerteppich ausschütteln, saugen und Waschbecken und Toilette mal kurz überwischen. Denn irgendwie scheinen die Tage manchmal ewig lang zu gehen, aber irgendwie ist auch nie genug Zeit. Denn wenn sich mal ein Zeitfenster eröffnet ohne Kinder, eigentlich nur ab 19 Uhr für maximal eine halbe Stunde, dann freuen wir uns, dass wir mal nebeneinandersitzen können, ohne ein Kind zwischen uns oder dass auf uns rumturnt. Und Zeit ist so kostbar...um Schlaf nachzuholen! 

Und das Schreiben? Ja das bleibt auch liegen. Die Muße und der Antrieb verfliegen im Angesicht von To Do-Listen, die sich in meinem Kopf von selbst schreiben, Nächten, die sich wie ein Mosaikmuster anfühlen und einem Alltag, der mir jeden Tag alles abverlangt und gleichzeitig aus dem "Normalen" zu bestehen scheint. Was und worüber kann ich also schreiben? Was erzählen, dass es lohnt gelesen zu werden? 

Ich bin Mutter von zwei Kindern, die die ganze Zeit zu Hause sind. Seit sieben Wochen. Nun beginnt die Eingewöhnung im Kindergarten. Mit dabei auch beide Kinder. Ich bin ganz nah dabei bei jeder Entwicklung - von ersten Krabbelversuchen, bei Wutausbrüchen und alleine auf Toilette gehen. Das ist wunderbar. Und ich hoffe auf mehr Zeit zum Durchatmen. Und wahrscheinlich weiß ich dann erstmal gar nichts mit der Zeit anzufangen. Weil die Neugier, die Energie und der Antrieb der Kinder mich dieser Tage durch die unzähligen Momente führen. 

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